unter dayne vayse shtern

Geschrieben im Wilnaer Ghetto 1943
אונטער דײַנע ווײַסע שטערן
שטרעק צו מיר בײַן װײַסע האַנט.
מײַנע װערטער זײַנען טרערן
װילן רוען אין דײַן האַנט.
זע, אעס טונקלט וײער פֿינקל
אין מײַן קעלערדיקן בליק
און איך האָב גאָרניט קײן װינקל
זײ צו שענקען דיר צוריק.

און איך װיל דאָך, גאָט, געטרײַער,
דיר פֿאַרטרױען מײַן פֿאַרמעג.
װײַל אעס מאָנט אין מיר אַ פֿײַר
און אין פֿײַער מײַנע טעג.
נאָר אין קעלער און אין לעחער
װײנט די מערדערישע רו.
לױפֿ איך העחער - איבער דעחער
און איך זוך: װוּ ביסטו, װוּ?

נעמען יאָגן מי משונה
טרעפ און הױפֿן - מיט געװױ.
הענג איך אַ געפלאַצטע סטרונע
אין איך זינג צו דיר אַזױ:
אונטער דײַנע ווײַסע שטערן
שטרעק צו מיר בײַן װײַסע האַנט.
מײַנע װערטער זײַנען טרערן
װילן רוען אין דײַן האַנט.
unter dayne vayse shtern
shtrek tsu mir dayn vayse hant.
mayne verter zaynen trern,
viln ruen in dayn hant.
ze, es tunklt zeyer finkl
in mayn kelerdikn blik,
un ikh hob gornit keyn vinkl
zey tsu shenken dir tsurik.

un ikh vil dokh, got, getrayer,
dir fartroyen mayn farmeg,
vayl es mont in mir a fayer
un in fayer mayne teg.
nor in keler un in lekher
veynt di merderishe ru.
loyf ikh hekher – iber dekher
un ikh zukh: vu bistu, vu?

nemen yogn mikh meshune
trep un hoyfn mit gevoy.
heng ikh a geplatste strune
un ikh zing tsu dir azoy:
unter dayne vayse shtern
shtrek tsu mir dayn vayse hant.
mayne verter zaynen trern
viln ruen in dayn hant.

Meine Übertragung:

Unter deinen weißen Sternen


Unter deinen weißen Sternen,
Reich mir deine weiße Hand.
Meine Wörter sind wie Tränen,
Wollen ruhn in deiner Hand.
Sieh, wie sich der Glanz verdunkelt
Unter meinem finstern Blick;
Ich hab keinen Ort gefunden;
Wie geb ich sie dir zurück?

Und ich will doch, Gott, getreuer,
Dir vererben mein Vermögen,
Denn es brennt in mir ein Feuer,
Feurig sind auch meine Tage.
Nur in Kellern und in Löchern
Weint die mörderische Ruh’.
Lauf ich höher, über Dächern,
Ja dann such ich: Wo bist du?

Die Verrücktheit nimmt und treibt mich
Über Stiegen, Hinterhöfe.
Die geplatzte Saite häng ich
Auf und sing dir zu:
Unter deinen weißen Sternen,
Reich mir deine weiße Hand.
Meine Wörter sind wie Tränen,
Wollen ruhn in deiner Hand.