Verborgene Schätze der Weltliteratur
Nicht jedes Werk der Weltliteratur erschließt sich uns auf gleiche Art, all zu oft verstehen wir noch nicht einmal die Sprache, in der diese verfasst sind. Hier sind nun mit Hilfe von vielen Werkzeugen einige Türchen von mir geöffnet worden.

Wer meine Vorlieben kennt, wird sich über die Auswahl nicht wundern, aber möglicherweise das eine oder andere doch sehr gerne entdecken.
Meine Bekanntschaft mit der jiddischen Lyrik begann bei einer Hochzeit. Da wurden die berühmten Klezmer-Lieder gespielt und auch einige (sehr anzügliche) Gedichte rezitiert. Diese Dinge wollte ich natürlich genauer verstehen, und so begann mein Abenteuer mit der jiddischen Lyrik.
Ob Alemannisch eine eigene Sprache oder „nur“ ein Dialekt ist, darüber mögen die Sprachwissenschaftler streiten. Dieses „Idiom“ hat uns auf jeden Fall Werke von eindringlicher Schönheit geschenkt, die mich immer tief bewegt haben.
Wegen der Sprach- und Kulturbarrieren ist uns aus diesen ungeheuer tiefen und breiten Literaturen fast nichts bekannt, meist kennen wir kaum die Namen der Dichter.
Einzelne Stücke, die ich mir erarbeitet habe, will ich hier vorstellen. Meine Nachdichtungen sind also ganz persönliche Interpretationen, und keine Kritik an so herausragenden Übersetzern wie Friedrich Rückert und Annemarie Schimmel.
Die Minderheit der Sorben ist, vor allem in Westdeutschland, kaum bekannt. Noch weniger wissen, dass in der sorbischen Literatur Sprachdenkmäler von unvergleichlicher Schönheit zu finden sind.
Seit langem beschäftige ich mich mit den Sprachdenkmälern aus dem Mittelhochdeutschen. Dabei sind mir sprachwissenschaftliche Gesichtspunkte höchstens Hilfsmittel beim Verständnis der Lyrik aus jener Zeit. Auch hier ist meine Nachdichtung eine rein persönliche.