Fred

Ach, es gibt der Menschen viele,
Doch es gibt nur einen Fred!
Endlich ist er an dem Ziele,
Wo sich´s nicht mehr rasend dreht. –

Was vermissen wohl die meisten,
Wenn sie ihren Job beenden?:
Dass sie für sich nichts mehr leisten,
Sie nichts tun mit ihren Händen!

Das kann denen nicht geschehen,
Die ganz in sich selber ruhn,
Und bei Dir, Fred, kann man sehen,
Du wirst immer etwas tun.

Denn was auch in langen Zeiten
An ganz Schwierigem geschah:
Niemand kann es erst bestreiten,
Du warst auch für andre da!

Und wer da ist, für das Leben,
Nicht nur Kopf, nein auch das Herz,
Der wird immer etwas geben,
Und auch nehmen: Glück und Schmerz.

Es tut weh, wenn Du jetzt gehst,
Denn Du hast so viel gegeben;
Weil Du immer aufrecht stehst,
Bleibst Du Teil von unserm Leben.

Ja, man konnte auf Dich bauen,
Warst für andre Leben offen,
Schenktest frei uns Dein Vertrauen,
Ließest manchen wieder hoffen.