Mein Karl

So manches mal, wenn er erzählt
Von alten, oft auch schönen Zeiten,
Da spüre ich, was ihn oft quält,
Wenn ihn die alten Teufel reiten.

Er ist nicht mehr der Clown für jeden,
Der manchmal weint, doch immer lacht,
Nicht mehr die Puppe an den Fäden,
Die immer nur das gleiche macht.

Manchmal, da ringt er mit den Teufeln.
In seinem Blut gerinnt das Salz,
Will sich in alte Wunden träufeln,
Das Wasser steht ihm bis zum Hals.

Dann muss er selbst sich überlisten,
Und weigert sich ganz down zu werden. -
Er setzt sich seine eig´nen Fristen,
Und läuft nicht mit den breiten Herden.

Er ist nicht weise, doch erfahren,
Hat einen ganz ureig´nen Stil.
Mit seinen neunundfünfzig Jahren,
Weiß er so ziemlich, was er will.

Das ist mein Karl, ein Freund im Leben,
Wie ich noch nicht sehr viele fand.
Ich wünschte nur auf meinen Wegen,
Hätt´ ich ihn früher schon gekannt.