Wanderung auf den Ith

In meinen Gliedern ist die Schwere
Von einem langen Weg im Wald.
Nicht so, dass ich nur müde wäre. -
In mir ist´s leer und mir ist kalt.

Ich habe mich dafür entschieden:
Ich trage diesen Kampf jetzt aus;
Ich mag ihn nicht, den falschen Frieden,
Und baue mir ein neues Haus.

Ich weiß nicht, wie die Räume dastehn
Und ob ich darin wohnen kann.
So weit kann ich von hier nicht klarsehn,
Und mancher alte Traum zerrann.

Mein Leben nehm ich in die Hände
Und mache damit was ich will.
Mein neues Haus hat tausend Wände,
Da ist es laut und selten still.

Rein körperlich bin ich zerschlagen,
Doch fühl ich mich ganz seltsam gut.
Zum ersten Mal seit vielen Tagen
Spür ich wie gut das Leben tut.