Nicht im Gleichschritt

Es stört mich nicht, wenn manche saufen,
Und ständig kiffen oder fixen.
Soll´n sie doch ihre Drogen kaufen,
Und sich durchs ganze Leben tricksen.

Ich bin bestimmt nicht ihr Prophet,
Und sage nicht: so müsst ihr leben.
Ich weiß nicht, wie ihr Leben geht,
Soll´n sie sich ruhig die Kante geben.

Doch was mich stört, das ist ihr Lügen;
Sie woll´n mich auf die Stufen ziehn,
Wo man nur lebt im Selbstbetrügen,
Und nur beim ständig vor sich fliehn.

Mit diesen Menschen will ich nicht
Im gleichen Dorf und Hause wohnen.
Sie sehn mir nicht klar ins Gesicht,
Und merken nicht: das könnt sich lohnen.

Auch woll´n sie mich dazu benützen
Ihr altes Leben fortzuführen,
Und hoffen auch, ich würd sie schützen,
Bei mir wär´n offen alle Türen.

Für sie sind meine Türen zu,
Und werden auch nicht aufgemacht. –
So mancher gibt dann keine Ruh,
Und wenn „man“ über mich dann lacht,

Dann wend ich mich, ich weis wohin,
Ich habe gar nichts zu verlieren,
An meinen eignen, sturen Sinn;
Im Gleichschritt werd ich nicht marschieren.