Keinen König nicht!

Nach einer Begegnung mit einer "gläubigen" Monarchistin
Lovis Corinth, Der König, Flöte spielend, 1922
Dass ein König uns erlöse,
Kann ich nie und nimmer glauben;
Viel zu viele sind nur böse,
Weil sie stets das Volk berauben.

So ein König ist verdächtig,
Schließlich ist er auch von Adel;
Die sind meistens niederträchtig,
Gar nicht ohne Fehl und Tadel.

Warum einen König lieben,
Und dafür die Menschen lassen?
Oft genug ist’s schon beschrieben,
Wie sie unser Geld verprassen.

Einen König für die Armen
Hat es leider nie gegeben,
Und sie zeigen nie Erbarmen,
Wenn die Völker sich erheben.

Ja, ein König sagt doch immer,
Er sei dies von Gottes Gnaden.
Dabei ist es wirklich schlimmer,
Denn er wär‘ für’s Land ein Schaden.