Eine Begegnung

Du bist versalzen, liebe Schlampe,
So trostlos wie ein Schwein,
Das nicht gebraten werden will.
Dein Herz, die leergeschoss`ne Abschussrampe,
So traurig, müde, allein,
Und wie dein stummer Mund so still.

Bleib weg vom Rand!
Das dunkle Wasser stinkt schon jetzt genug,
Es wird nicht heller durch den modernden Kadaver,
Der existierend keine Lösung fand,
Sich rettete in Frust und Selbstbetrug,
Und nur gelegentlich zufrieden war in sinnlosem Palaver.

Es ist schon spät!
Du bist zu leer, und kannst alleine nicht ins Bett,
Hättest ja nichts, um deine Blöße zuzudecken.
Die rosarote Frühlingsbrise weht,
Die Nacht - nicht schön, doch wenigstens ein kleines bisschen nett;
Auf einer Fete kannst du dich im Massenrausch verstecken.

Du bist bequem, -
Für eine Stunde oder zwei,
Für meine lästigen, doch harten Triebe.
Wir tun´s im Stehn,
Und ich bin gar nicht oder zur Hälfte nur dabei;
Wir machen alles mögliche, doch ganz bestimmt nicht Liebe.