Meinungen

Versfabeln 2
Titeiseite des Literary Digest vom 19. Februar 1921
Das Eichhorn dachte pflichtbewusst
An Nüsse für die Winterzeit.
Es fürchtete den großen Frust
Des Hungers, wenn es friert und schneit.

Es glaubte sich in Sicherheit,
Der Vorrat lag ja im Versteck;
Dann hat es tagelang geschneit, -
Statt Vorrat fand sich Mäusedreck.

„Da scheue ich den Habicht kaum,
Es macht mir wenig, wenn ich frier,
Hab keine Angst im höchsten Baum,
Und geh zu Grund an Mäusegier.“

Das Mäuschen zog ganz andre Schlüsse:
„Ich hab mich fürchterlich geschunden,
Und nur ein Häufchen voller Nüsse
Zum Fressen unterm Schnee gefunden.“