Kopf und Bauch

Mensch ich möcht so furchtbar gern
Wieder mal den Kopf verlieren,
Dass der Alltag schrecklich fern,
Dass die Geier jubilieren.

Aber nein, ich tu es nicht!
Etwas schreit dann zwar im Bauch,
Doch dann sagt das Geisteslicht:
„Hör mir zu, mich brauchst du auch.“

Und so leb ich ganz zerrissen,
Hier der Bauch, und da das Hirn,
Und die Narben, mein Gewissen
Zeichnen Falten auf der Stirn.

Diese Kämpfe sind nicht immer,
Aber doch von Zeit zu Zeit.
Und zum Glück wird das nicht schlimmer:
Das gibt mir Gelassenheit.