Die Verlorenen der Stadt

Mattäus Schiestl, Die Almosen der Armen, 1903
Keiner schläft im Park auf Bänken,
Wenn er eine Bleibe hat,
Lässt sich vor der Tafel kränken,
Als Verlorener der Stadt.

Niemand aber hat Bedenken,
Der die Armut selber kennt,
Einem Bettler was zu schenken,
Grade wenn er draußen pennt.

Darum reden viele Arme
Lieber ihresgleichen an. -
Dass ein Reicher sich erbarme,
Hoffen sie nur dann und wann.

Dass im Trockenen und Warmen
Jemand seinen Nächsten liebt - - -
Aber Geben unter Armen
Ist das Größte was es gibt.