Mitten in der Nacht

Gerrit Dou, Die Nachtschule, 1623 bis 1625
Wenn jemand mit den Worten ringt,
Dann ist er ganz für sich allein;
Er weiß auch nicht, ob ´s ihm gelingt,
So wie dem kleinen Vögelein,
Mit seinem Liedchen da zu sein.

Und darum ist es nicht verkehrt,
Wenn jemand einfach schreibt und macht,
Sich gar nicht um die andern schert,
Auch manchmal für sich selber lacht,
Und sei es mitten in der Nacht.

Es ist ja schließlich nur die Nacht,
Die uns genügend Ruhe schenkt,
Und die Laterne leuchtend macht,
Die Träume in die Bahnen lenkt,
Aus denen alle Dichtung denkt.