Wunsch und Befürchtung

Es graut mir nicht vor Eis und Schnee,
Nicht vor den Winterstürmen,
Und nicht, wenn sich auf der Chaussee
Die Blätter mannshoch türmen.

Ein Himmel aber, fahl und grau,
So düster, unbeweglich leer,
Wenn nichts sich regt, - ich weiß genau,
Mir wird ums Herz so kalt und schwer.

Es wär ja nicht das erste Mal,
Dass alles sich so zeigt. -
Mein Lieblingsbaum, verfärbt, fast kahl,
Erwartet nichts und schweigt.

Ich finde mich nur schwer darein,
Obwohl ich ´s doch schon kenne,
Will wie der rote Herbstwald sein,
Dass rauchlos ich verbrenne.*


*eine kleine Anleihe bei Robert Frost „The slow smokeless burning of decay “