Kein Frühlingsspaziergang

Dein Waldweg kennt den Namen nicht,
Den du ihm gabst, vor langer Zeit.
Du gehst ihn ja mit dem Gesicht,
Das man nur trägt, wenn ´s Blätter schneit.

Weißt nicht genau, was in dir frisst,
Die frischen Knospen siehst du kaum.
Und weil es in dir herbstlich ist,
Sind sie dir fremd heut, Wald und Baum.

Dann hörst du einen neuen Ton:
Ein Frühlingsvogel jubelt laut,
Und zwischen Knospen hat er schon
Beinahe sich sein Nest gebaut.

Jetzt kennst du ihn, und er kennt dich,
Der Vogel, Baum und Weg und Wald.
Du bist in dir und sie in sich,
Und plötzlich ist dir nicht mehr kalt.