Weihnachtsspaziergang

Ausgesternte stille Nacht,
Höhepunkt der Jahresfeste.
Dort, die Frau, die leise lacht,
Teller voller Essensreste.

Das ist sie jetzt, die Zeit der Jahresfeste,
Besetzt mit Dingen, die mir nichts bedeuten.
Jeder wird Gast, hat selber Gäste,
Ist unter Menschen, nicht nur unter Leuten.

Nebel hüllt das Städtchen ein,
Es ist kalt, doch Winter nicht.
Niemand kann alleine sein;
Schmuddliges Dezemberlicht.

Wo ist sie jetzt, die tiefere Besinnung?
Wer kommt zur Ruhe, nicht nur zur Betäubung?
Wer fragt schon nach der eigenen Bestimmung,
Und kennt von irgendwas die wirkliche Bedeutung!

Bäume sind jetzt struppig kahl,
Wehren sich und sind nur da.
Alles wirkt so schmutzig fahl,
Nicht weil`s ist: weil ich`s so sah.

Ich geh zurück, und bleibe unter meinen Büchern.
Kein Schnee, kein Regen. Warme Lichter meiner Kerzen.
Ein kleines Glück, und manches unter trocknen Tüchern,
Kann wieder etwas echter mit mir selber scherzen.